Author Topic: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?  (Read 3215 times)

fischstäbchenbrenner

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Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« on: August 02, 2014, 02:14:41 PM »
Wordpress ist nun mal das bekannteste CMS (lassen wir die Feinheiten der Definition mal weg)

Warum? Wo ist WB schlechter? Und: Wo ist WB besser?

Wer hat schon mit beiden Systemen gearbeitet und kann dazu was sagen?

Offline Stefek

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #1 on: August 02, 2014, 03:08:12 PM »
Einfache Antwort.

WordPress hat seine Community nicht vergrault. Hat nie unterbunden, dass Leute mittels WP Geld verdienen. Dass Templates kommerziell angeboten werden. Plugins ditto.

So ist es wie ein Lauffeuer durchs Netz gegangen.

Hier widerum, musste man schon betteln, dass man einen Link zu seiner Seite einstellt.
Bis die "commercial requests" Ecke reinkam, sind etliche Jahre der Bittstellungen verstrichen und als es dann da war, gab es kaum noch Bedarf dafür.

Als System ist es nicht unbedingt viel besser oder schlechter als WB.
Man gewöhnt sich so ziemlich an jedes CMS.

Es ist nicht die Qualität des CMS, was es populär macht.

Schönen Gruß,
Stefek
« Last Edit: August 02, 2014, 03:10:23 PM by Stefek »
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Offline Gast

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #2 on: August 02, 2014, 04:54:41 PM »
wenn ich meine Kunden frage, ist es immer die einfache, übersichtliche Backend-Bedienung, die die Entscheidung FÜR WB gebracht hat. Stefek hat's gesagt: man kann sich an jedes CMS gewöhnen, aber warum "schwer", wenn man es auch einfacher haben kann. Bei mir kommt vielleicht dazu, das ich einen großen Anteil an WEB-Neueinsteigern habe, also Leute, die noch nie in einem anderen CMS gearbeitet haben. Bis auf wenige Ausnahmen sind das auch eher normale Projekte mit hauptsächlich Wysiwyg-Abschnitten und einer Seitenzahl zwischen 20 und 200.
Braucht man etwas individuelles, muß man es so oder so bauen.

fischstäbchenbrenner

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #3 on: August 02, 2014, 05:39:08 PM »
WordPress hat seine Community nicht vergrault. Hat nie unterbunden, dass Leute mittels WP Geld verdienen. Dass Templates kommerziell angeboten werden. Plugins ditto.
Das kann man so nicht sagen. Kommerzielle Angebote wurden bei WB  nicht unterbunden, sondern nur nicht sonderlich gefördert.
Ich kann mich aber auch noch gut an Fragen im Forum erinnern, ob man denn mit WB keine kommerziellen Projekte machen dürfe. Und -ja, stimmt: Den Eindruck kann man gewinnen.

Aber das gehört zum Thema "Marketing" und das ist bei WB unter jeder Sau. Das ist ja bekannt.
Zawos brauch ma des, nehmts den Dreck und sagts danke!

@Einfache Bedienung: Ja, das stimmt schon. Aber oft sehr umständlich. Zb Bilder reinladen. Das ist in WB recht unelegant gelöst.

Offline cwsoft

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #4 on: August 02, 2014, 05:57:20 PM »
Hi,

ich kenne beide Systeme.

Vorteil Wordpress: viele Addons, schicke Templates, aktive Community, seit ein paar Versionen einfaches Upgrade von Core und Co. aus dem Backend. Man findet auch viel Hilfe über Google. Aber man merkt WP an vielen Ecken und Enden an, dass es mal als Blogsystem und nicht als CMS konzipiert wurde.

Vorteil WB. Gutes, sauberes und einfach zu vermittelndes Konzept mit Seiten/Sektionen/Blöcken. Nachteil. Keine regelmässigen Updates, wenig brauchbare Addons, sehr wenig aktive Helfer aus der Community. Hilfe findet man eigentlich nur übers Forum oder die Hilfeseiten.

Gruss

fischstäbchenbrenner

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #5 on: August 02, 2014, 06:29:01 PM »
Mal eine kleine Nebenfrage:
Ich habe mich mit WP nie wirklich befasst, wenns jemand partout haben will, reiche ich das immer weiter.

Unlängst hatte ich folgenden Kundenwunsch:
Die Website soll 1:1 genauso wieder aussehen wie vorher, aber mit CMS (vorzugsweise eben WP) dahinter.
Und: HTML5, tabellenlos, modern. responsive solls sein. Aber genauso aussehen wie vorher. Auch der Bereich "aktuelles".
Diese hier: http://www.wirtschaftundrecht.at
Der WP-Entwickler hats nicht mal annähernd hingebracht. Das Menü war plötzlich Dropdown, "Aktuell" war sowieso ganz anders. Responsive - pah, gar nix.
Ich habs dann mit WB gemacht, 2 Tage inkl übertragen aller Seiten.

Ist sowas mit WP tatsächlich so schwer zu machen?

Offline Gast

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #6 on: August 02, 2014, 07:06:09 PM »
so wie man etwas nutzen möchte, das nicht aus dem WP-Bestand kommt, muß man selber bauen und dann kommt es auf die Erfahrung des Ausführenden an, wie gut das wird. Als ich das erste WP-Template begonnen hab, hatte ich auch so meine Zweifel, ob das je fertig ist und funktioniert. Mit WB arbeite ich jeden Tag ein paar Stunden, das ist vieles vertrauter, vieles hat man auch schon probiert, das ist dann schneller aus einer Datei kopiert als Neugeschrieben.
Wenn ich genannte Seite anschaue, würde ich sie eher zu den einfacheren Templates zuordnen, die vorhandene Vorlage und das responsive machen es dann erst anspruchsvoller. Offensichtlich war der "WP-Entwickler" damit dann überfordert, wohl, weil es von den Schablonen abweicht, die er bisher gemacht hat.
Ohne abwerten zu wollen, es gibt ja auch hier User, die mit WB und den Free-Templates gutes Geld verdienen, aber Null Ahnung von HTML oder CSS haben und dann selbst bei kleinsten Änderungen hier nachfragen (müssen). Gut möglich, das der genannte Kollege ähnliches mit WP macht. Vielleicht hatte er aber auch Zeitprobleme. Für das, was ich im Link sehe, sollte es mit WP keine Probleme geben, ich selber mach es aber zu selten, um es in zwei Tagen zu reißen.

Mein erstes WP-Template war meine eigene HP, ich glaub, da hab ich eine Woche dran gesessen. Dort hab ich dann aber bewußt WP-Bausteine genutzt (z.b. SocialMedia) und schon allein deswegen auf eine 1:1 Kopie verzichtet

Offline Stefek

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #7 on: August 02, 2014, 08:00:08 PM »
Aber das gehört zum Thema "Marketing" und das ist bei WB unter jeder Sau. Das ist ja bekannt.
Zawos brauch ma des, nehmts den Dreck und sagts danke!
Ja, es ist Sache des Marketings.
Ich habe mich auf den Eingangspost und die Fragen bezogen:

Quote
Wordpress ist nun mal das bekannteste CMS (lassen wir die Feinheiten der Definition mal weg)
Warum? Wo ist WB schlechter? Und: Wo ist WB besser?

Gruß,
Stefek

P.S. Schöne Seite geworden, Chio
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Offline cwsoft

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #8 on: August 02, 2014, 09:11:11 PM »
Hi,

Der WP-Entwickler hats nicht mal annähernd hingebracht. Das Menü war plötzlich Dropdown, "Aktuell" war sowieso ganz anders. Responsive - pah, gar nix...
Ist sowas mit WP tatsächlich so schwer zu machen?
Nein. Wenn man sich etwas mit der Materie befasst hat, geht das eigentlich auch ganz gut. Allerdings sind viele WP Templates derart überfrachtet, da kann man als Anfänger leicht den Überblick verlieren. Und ja, das Menüsystem von WP ist gewöhnungsbedürftig . Die Seite die Du gepostet hast sollte für jemanden der sich WP- Entwickler nennt aber keine allzu grossen Herausforderung darstellen.

Gruss
« Last Edit: August 02, 2014, 09:21:13 PM by cwsoft »

instantflorian

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #9 on: August 02, 2014, 10:43:19 PM »
Hallo,

mein Senf:

1. Wordpress' Stärke ist eindeutig die Vielzahl an verfügbaren Plugins und Templates (allerdings ist das auch fast schon eine Schwäche, weil es so eine unüberschaubare Vielzahl an beidem gibt). Für jede Anforderung gibt es ein Plugin, egal ob Shop, Newsletter, Seminar-Buchungstool, Immobilienlisting, Pay-per-view, whatever. WB ist in der Hinsicht einfach im Nachteil - man stößt mit den vorhandenen (tw. Uralt-)Modulen sehr schnell an Grenzen. (Ich möchte nicht falsch verstanden werden - ich liebe z.B. Bakery, Minform, Fodergallery oder natürlich Topics und setze diese ein, wo es nur geht.)

2. Kommerzielle Module/Templates für WP kosten meist nicht viel (weniger als $50) - die Masse machts. Das kann man auch noch "preissensiblen" (vulgo: geizigen) Kunden verklickern. Kommerzielle Module für WB (die man erst einmal finden muss, dazu später) kosten deutlich mehr, teilweise mehr als das Zehnfache - verständlicherweise, weil der Entwickler eben nicht darauf bauen kann, durch hundertfachen Verkauf seinen Aufwand wieder reinzukriegen.
"Freemium" - Basisfunktionen umsonst, mehr Features im kostenpflichtigen Premiummodul - ist bei WP gang und gäbe, bei WB gibt es das m.E. gar nicht.
Hinsichtlich Offenheit für kommerzielle Anwendungen - es gab hier im Forum mal extremen Stress wegen "werblicher" Links in der Signatur - wer sich erdreistete, dort darauf hinzuweisen, dass er professionelle WB-Dienstleistungen erbrachte, wurde - in meiner subjektiven Erinnerung - abgemahnt und ausgesperrt. Damit hatte sich WB für Modulentwickler, die davon leben wollten, disqualifiziert.
Randbemerkung: Der "Commercial Requests"-Bereich ist nicht-öffentlich, also nur nach Anmeldung zugänglich. Hm.

3. Was mich an WP unglaublich nervt, ist die Komplexität der Templateprogrammier ung. In der Hinsicht ist WB einfach unschlagbar, da muss man keine zig PHP-Dateien anlegen und eine eigene Sprache lernen, da nimmt man seinen HTML-Dummy, flanscht ein paar PHP-Platzhalter rein und gut ist. Das schwierigste ist da wirklich show_menu2 zu bändigen, alles andere ist pillepalle.

4. Die Medienhandhabung von WP finde ich persönlich entsetzlich. Es ist halt schade, dass bei WB irgendwann mal aus guten Gründen der Direktupload im Editor deaktiviert wurde und es keine Alternativentwicklu ng mehr, nur den etwas hakeligen Weg über die Medienverwaltung, gibt. Auch wünschte ich, im CKE wäre der ELfinder einfacher zu integrieren oder es gäbe eine Anleitung dazu - dann wäre WB wieder ein gutes Stück weiter vorne.

5. WP ist unschlagbar bei echten Blogs oder blogartigen Seiten (welch' Wunder). Sprich wenn es sozusagen eine mehrdimensionale Gliederung geben soll, d.h. dass Inhalte nach verschiedenen Kriterien auffindbar sein sollen. Das geht mit WB zwar auch irgendwie (z.B. via Topics), aber so wie es bei WP erhebliche Verrenkungen erfordert, WP als normales CMS zu verwenden, so ist WB recht störrisch, Inhalte nach Tags zu gliedern. Geht irgendwie, ist aber mühsam.

6. Inzwischen gibt es frei verfügbare CMSse wie Sand am Meer. Vor zehn Jahren gab es nur Wordpress, Joomla und Typo3 und alles andere kostete zigtausend Euro. Von diesem Bonus, als eines der ersten CMSse frei verfügbar gewesen zu sein, zehrt WP noch heute (und, nach meinem Dafürhalten, auch Joomla, das so sehr pain in the ass ist, das dessen Popularität anders nicht zu erklären/rechtfertigen ist).

7. Über die Wordpress-Community weiß ich nichts, eben weil man nicht auf diese angewiesen ist, wenn man Hilfe sucht, sondern Google in 99 von 100 Fällen die Lösung liefert. Das ist ein großer Vorteil von WP, dass es zig Blogs gibt, in denen Fragen beantwortet, Workaround erklärt und sogar Plugins angeboten werden. Entsprechende Angebote für WB außerhalb des Forums muss man mit der Lupe suchen.
Wohl jede_r, die_der hier im Forum regelmäßig unterwegs ist und versucht, sich aktiv einzubringen, kommt immer wieder an den Punkt, alles hinschmeißen zu wollen. Reißt sich dann doch noch einmal zusammen, sagt sich "don't feed the trolls" bzw. "PAL - Problem Anderer Leute" und macht weiter. Nicht unbedingt die beste Basis. Andererseits kennt man sich hier - wer jetzt noch im Forum aktiv ist, ist dies meist schon seit Jahren. (Habe manchmal das Gefühl, WebsiteBaker ist das CMS für die Generation 35+.)

8. WP kann Versionierung und Vorschau, WB kann das nicht (so richtig). Das ist ein ganz großes Manko, wie auch dass es Probleme gibt, wenn in WB zwei Leute gleichzeitig dieselbe Seite bearbeiten wollen oder wenn die Session abgelaufen ist, man bei WB kommentarlos auf der Login-Seite landet und alles, was man die vergangene halbe Stunde geschrieben hat, im digitalen Orkus verschwindet - auch dieses tödliche Frusterlebnis widerfährt einem bei WP nicht.

tl;dr:
Pluspunkte WP: Erweiterbarkeit, Offenheit für Geldverdienen mit WP, schlagwortorientier te Strukturen, Popularität, bestimmte Funktionalitäten
Minuspunkte WP: Templatesprache, Backend sobald es um mehr als eine Hand voll Seiten (!=Artikel) geht.

Pluspunkte WB: Intuitiv bedienbares Backend auch für DAUs, extrem einfache Templateerstellung
Minuspunkte WB: Mangelhafte Unterstützung bzw. zeitweise Feindlichkeit gegenüber Monetarisierungsans ätzen, zu wenig zeitgemäße Module, bisweilen schwer verdauliches Forum, eingeschränkte Versionierung, keine Staging-Sicht, schlechtes Session-Handling.

So far so good
-f.

« Last Edit: August 02, 2014, 10:45:16 PM by instantflorian »

Offline Stefek

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #10 on: August 02, 2014, 10:59:10 PM »
Guter Beitrag, IF.

Gruß,
Stefek
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fischstäbchenbrenner

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #11 on: August 02, 2014, 11:33:08 PM »
Ja - Danke, IF. Man merkt, du hast dich sehr damit auseinander gesetzt.

Man sollte das leidige Thema Marketing und auch Monetarisierung eigentlich mal (wieder) gesondert behandeln. Da würden auch Dinge dazugehören wie steinalte Sticky-Forenbeiträge und die WB-Website (die komplett verlottert ist).

Zu Kunden sag ich immer: WP ist ein Blog mit angefrickeltem CMS und WB ist ein CMS mit angefrickeltem Blog. ;-)
Manche wollen Tag-Clouds haben, ich mache das einfach von Hand - es kommt ohnehin nix gescheites raus bei typischen Firmenseiten - und eine "dynamische Generierung" würde den Auftraggebern eh den Schlaf rauben.

Die wenigen Module und Templates: Da wird WB wohl nie mehr aufholen. Aber es würde schon reichen, wenn die paar vorhandenen auch funktionieren.

Offline Stefek

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #12 on: August 03, 2014, 12:31:37 AM »
Ja, die Sticky Threads.  :-P

Marketing wurde bei WB von einigen falsch verstanden. Es gibt auch sowas wie einen Open Source Markt. Da muss man auch vermarkten. Auch wenn es nicht mit Finanzen zu tun hat, man vermarktet sein Produkt - oder eben nicht.

Monetarisierung zu erlauben (und sogar gutzuheißen) gehört zum guten Ton und fördert das Produkt auf dem OS Markt. Denn letzlich sind es Entwickler, die das System in die Weiten des Internets bringen (oder eben nicht), indem sie sich für Dein CMS entscheiden (oder eben für ein anderes).

Alles was das System auf dem OS Markt gut stehen läßt, ist Marketing.

Gruß,
Stefek
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Offline DarkViper

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #13 on: August 03, 2014, 12:36:39 PM »
Ja, die Sticky Threads.  :-P
sind schon weniger geworden.... nachdem ich gelegentlich mit der Mistgabel durchgeh...

Monetarisierung zu erlauben (und sogar gutzuheißen) gehört zum guten Ton und fördert das Produkt auf dem OS Markt. Denn letzlich sind es Entwickler, die das System in die Weiten des Internets bringen (oder eben nicht), indem sie sich für Dein CMS entscheiden (oder eben für ein anderes).
Ich sagte schon vor Jahren, dass ich persönlich absolut nichts gegen kostenpflichtige Module und den dazugehörenden Markt habe. Ein Problem habe ich damit nur, wenn diese anfangen den Core zu patchen und deren Urheber sich dann lautstark beschweren, wenn plötzlich irgendwelche, selbstgebaute Hintertürchen nicht mehr funktionieren.
Ich kenne derzeit kein anderes CMS, das derart viel Rücksicht auf teils uralte Module nimmt wie WB. Wenn da Coreänderungen anstehen, werden die einfach gemacht und Module müssen sich dann eben der Basis anpassen. Was bei z.B. WP und Anderen auch die Ursache dafür ist, dass eine Unmenge veralteter Module angeboten werden, die hinten und vorne nicht mehr sauber laufen.

Was kostenpflichtige Module angeht, kann ich mich noch sehr gut an endlose Diskussionen über GPL etc. erinnern. Die häufige Meinung war/(ist noch?), dass Module automatisch GPL-infiziert werden, was schlichtweg falsch ist.
Solange Module sich an die 'normalen' Schnittstellen halten und keine Coreänderungen vornehmen, können sie mit jeder beliebigen Lizenz vertrieben werden. Ein Modul ist ein Zusatz zum Core, aber niemals ein Bestandteil desselben. Was anderes wäre es z.B. wenn ich jetzt eine zusätzliche Backendfunktion im /admin/ Ordner einbaue, die sich wie dort -derzeit noch- üblich, in alle möglichen Corefunktionen einklinkt und dort teilweise auch Anpassungen erfordert. Hier würde die Infektionsregel voll greifen. Also: Module, die sich rückstandslos und ohne Auswirkung auf den Core beliebig installieren und auch vollständig deinstallieren lassen, können jederzeit kostenpflichtig sein. Da spricht rein gar nichts dagegen.

Unsere 'verlotterte' HP? Da geb ich Käpt'n Iglo (gefällt mit irgendwie besser als 'Fischstäbchenverhei zer' ;)) völlig recht. Deshalb steht die ja auch zwecks gewaltigem Abspecken, bzw. Neuaufbau auf der Liste. Diesmal mit maximal 2 Sprachen. Die Übersetzerei nervt schon bei kleinen Änderungen gewaltig, Das selbe gilt noch stärker für's Forum. Wer von uns beherrscht schon genügend technisches Französisch oder Italienisch um in den entsprechenden Bereichen zu antworten? Niederländisch ist gerade noch so im Grenzbereich, da es doch zumindest zum lesen, viel Ähnlichkeit mit einer Mischung aus  englisch, deutsch und platt hat.




Alles was das System auf dem OS Markt gut stehen läßt, ist Marketing.

Gruß,
Stefek
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fischstäbchenbrenner

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #14 on: August 03, 2014, 12:40:53 PM »

Offline Stefek

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #15 on: August 03, 2014, 01:04:59 PM »
@DarkViper

nur weil du die Mess geerbt hast, musst Du Dich nicht bei allem als Mitschuldiger angesprochen fühlen  :-D

Es ist einfach TATSACHE, dass es einige Leute hier gab, die bei dem Begriff "Moneten" die Wände hochlaufen, einfach weil sie nicht verstehen, wie der OS Markt funktioniert, was seine Spielregeln sind und wie man sie als Vortex für eine wachsende Popularität nutzen kann (könnte).

Gruß,
Stefek
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Harry P.

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #16 on: August 03, 2014, 03:10:30 PM »
Ich nutze auch beides, WB und WP.

Was mir bei WB gefällt: Einfache Admin, flexible Abschnittverwaltung, die mächtigen Droplets, durchschaubare Template-Technik, wo man auch als als "Normalo" dran schrauben kann.

Was mir bei WP gefällt: Updates für WB selbst und für Plug-Ins auf Knopfdruck.

Wo Licht ist, ist auch Schatten:

Bei WB: Im WYSIWYG kann man trotz CSS ziemliches HTML-Formatierungs-Chaos anrichten. Viele 3rd-Party-Module werden nicht mehr gepflegt. Die (oft unnötigen) Zankereien im Forum, die nerven und neue User abschrecken. Meine Hochachtung für Manu und alle anderen, die trotzdem durchhalten!

Bei WP: Template-Technik schwerer durchschaubar, gewöhnungsbedürftig es Bilder-Management, Standard-Themes leistungsfähig, aber jedes Jahr eine neues, bei dem man seine Chilid-Themes dann mühevoll anpassen muss. Und schmerzlich vermisst: die einfache Droplet-Geschichte von WB, mit der man auch mal schnell 'ne freme DB einbindet o.ä.

Mein Fazit: Mit beiden Systemen kommt man auf die Schnelle zu einfachen Sites. Welches sich langfristing und für Komplexeres eignet, zeigt sich jedoch erst später. Werde weiterhin beides verwenden...

Gruß,
Harry




Offline evaki

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #17 on: August 04, 2014, 12:52:15 PM »
Quote
Updates für WB selbst und für Plug-Ins auf Knopfdruck.
Gab es für Plug-Ins bei WebsiteBaker in den Anfängen auch schon mal.
Irgendwer hat es "irgendwann"  :roll: auf WebsiteBaker.org (Host) und das zugehörige Modul rausgeschmissen und ward nie mehr gesehen.
MfG. Evaki

Offline badknight

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Re: Was kann Wordpress, was WebsiteBaker NICHT kann?
« Reply #18 on: August 04, 2014, 01:03:19 PM »
Ich arbeite mit beiden Systemen (und noch einige andere...)

Der größte Vorteil von WP ist die starke Community hinter dem System. Nur durch so eine Community bekommst du dann auch so eine Anzahl an Templates und Addons.
Was mir an WP auch gefällt: der Core nimmt keine Rücksicht auf ein Plugin von Version xy... sondern das Plugin hat sich an den Core anzupassen...

Es gibt vieles, was bei WebsiteBaker besser gelöst wurde als bei Wordpress - aber da wir WB alle kennen - hier ein paar Punkte, welche mir besonders bei WP gefallen / aufgefallen sind.

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Zeitgemäße Modul-API!
Bei WP kann man ein Modul – nennen es wir mal so – für jeden Zweck basteln ohne den Core zu ändern.
Ein einfaches Beispiel:
Will man in seinem System z.B. eine two-factor Authentication ist das möglich… Modul installieren und fertig!
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URL Management:
WP versteift sich nicht auf eine bestimmte Adresse. Durch modernes Routing, ist es möglich dass der User selbst bestimmt wie seine URL auszusehen hat.
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Funktionen für das Backend
WP stellt auch Funktionen zur Verfügung, für Ajax, etc.
„Gute“ Templates können einfach über das Backend konfiguriert werden:
-   Menü einstellungen
-   Farben anpassen
-   Styles anpassen
-   etc.
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Modul-Suche mit Installation OHNE FTP möglich
--
Core-Update OHNE FTP möglich
--
Viele Updates, somit fühlen sich die User sicher, da es alle X Wochen eine neue Version gibt…

Ich würde gern die Welt verändern, doch Gott gibt mir den Quellcode nicht...