Author Topic: Google Map / mögliche Kosten und DVSGO  (Read 222 times)

Offline jacobi22

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Google Map / mögliche Kosten und DVSGO
« on: November 27, 2018, 02:21:41 PM »
Ich hatte ja eine Weile das MapBaker Modul gepflegt bis Chio das übernommen hatte. Für mich hatte ich das später auch komplett umgebaut inkl. kleinem Konfigurator, der Möglichkeit, gestylte Karten einzufügen und zwischen GoogleMap und OpenStreetMap zu wählen.

Für ein aktuelles Projekt war eine Anfahrtkarte zum Werksverkauf notwendig. Vor kurzen erhielt ich auch eine Mail von Google, die über die neuesten Änderungen auch in Bezug auf Konten und Preise informierte und die eigentlich jeder bekommen hat, der einen registrierten API-Key für Version v3 verwendet. Grundsätzlich ist nun jede Google-Karte zahlungspflichtig, allerdings gibt es einen monatlichen Freibetrag von 200US$, gestaffelt nach den unterschiedlichen Kartentypen und abhängig von den Clicks.

Eine einfache Karte, die bei Google liegt, also nicht per Javascript geladen wird,  ohne große Extras, ohne Routenplaner, ohne StreetView, ein Marker drauf und fertig kostet für die ersten 100.000 Clicks nichts, dann aber schon mal 2 US$ / 1000 Clicks.

Eine dynamische Karte, wie sie MapBaker erzeugt hat, hat 28.000 freie Clicks / Monat, danach ist man mit 7 US$ / 1000 Clicks dabei

Und wer gar einen Routenplaner mit angezeigter Route, Entfernung und mehr benutzt, hat 14.000 freie Clicks und danach 14 US$ / 1000 Clicks

Theoretisch sind neue Karten nur noch mit einem API-Key machbar und für diesen muß zwingend ein Konto mit entsprechendem Zahlungsprofil angelegt werden. Netterweise habe ich noch API-V2 und API-V3-Keys, die ich vor Jahren registriert habe, die aber domaingebunden sind, ein für die lokalen Tests registrierter API-Key funktioniert eben nicht im Web auf Domain XY.

Ich will da weder urteilen, noch eine Rechnung aufmachen oder Panik schüren. Von mir nur der Tip: Kontrolliert die Karten in euren Projekten, vieles von den alten Sachen funktionieren nicht mehr. Schaut dann doof aus, wenn nur ein Hinweis statt der Karte erscheint wie z.b. hier ->


Die Konsequenzen müßt ihr selber ziehen. 100.000 Clicks pro Monat sind schon eine Zahl für eine kleinere Webseite, aber ein Click ist eben nicht gleich ein Besucher, der im Normalfall nur einmal pro Tag gezählt wird. Die 14.000 Clicks für eine Embed Advanced-Karte würde aber selbst ich mit meinen eher kleinen Projekten erreichen. Dann hätte ich immernoch 200US$ Freibetrag, trotzdem bereitet mir die theoretische Möglichkeit, das da eine mögliche Zahlung kommen könnte, etwas Bauchschmerzen, weil es in dieser Form nicht kalkulierbar ist.
Meine persönliche Konsequenz ist der Wechsel zu OpenStreetMap, nicht viel anders von der Arbeit zur Einrichtung, aber eben OpenSource. Da bin ich auch aktives Mitglied, ändere Beschriftungen oder zeichne neue Wege ein, die bisher nicht vorhanden waren
Wer es probieren möchte (idealerweise in einer Code²-Section)

OpenStreetMap - Karte in Webseite einbinden


Etwas Lesestoff zu Google Maps
https://www.googlewatchblog.de/2018/05/google-maps-platform-neue/
https://weboffice.at/news-und-updates/neues-preismodell-fuer-google-maps/


Ganz wichtig: Egal, welcher Art Karte, es ist immer eine Anpassung der Datenschutzerklärun g notwendig. Mustererklärungen gibt es im Web


Wer nicht will, findet Gründe, wer will, findet Wege.

 

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