Author Topic: Welches Template für Verkaufs-Website in Thailand?  (Read 268 times)

Offline imebro

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Welches Template für Verkaufs-Website in Thailand?
« on: October 19, 2017, 11:16:30 AM »
Hallo nach langer Zeit mal wieder...

Meine Freundin, die in Thailand lebt, verkauft dort recht erfolgreich ihre Kleidung an andere Personen. Im Moment läuft das über Facebook oder Mundpropaganda.
Sie möchte aber nun eine kleine Webseite haben, über die sie dann diese Verkäufe möglichst ohne viel Aufwand tätigen kann, da sie noch einen Hauptjob hat.

Welches Template würdet Ihr dafür empfehlen (es werden vielleicht 5-6 Seiten und vor allem wird Kleidung verkauft).
Und - was muss ich beachten, wenn ich von hier aus die Webseite für sie erstelle... sie lebt ja in Thailand.

Off Topic:
Kann ich überhaupt von hier aus für sie eine thailändische Domain registrieren und die Webseite dann für sie komplett einrichten und hochladen?

Danke und Gruß,
imebro

Offline jacobi22

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    • Jacobi22
Re: Welches Template für Verkaufs-Website in Thailand?
« Reply #1 on: October 19, 2017, 12:48:23 PM »
du hast m.E. eine etwas komische Herangehensweise. Niemand hier kennt die Vorstellungen, sowohl technischer wie auch optischer Art. Und ich gehe davon aus, das nur die wenigsten hier schon mal eine solche th-Domain selbst erstellt haben. Beim Besucherkreis bin ich mir nicht so sicher, da können es schon mehr sein, aber kaum wer wird die jetzt typische Gepflogenheiten mitteilen können, denke ich.

Ich habe eine zeitlang viele ausländische Domains administriert, aber allesamt aus eher westlich geprägten Ländern. Um mit einem Shop, egal, welcher Größe, erfolgreich zu sein, sollte man die einheimischen, typischen und oft auch ungeschriebenen Regeln kennen. Nur als Beispiel: die bei uns bekannte Daumen-hoch-Geste bedeutet nicht in allen Länder "gut gemacht", es wird woanders durchaus auch als beleidigend und obzoen gewertet. Es kann aber auch ein grafisches Element sein, eine verschnörkelte Linie, die bei uns mal schön aussehen kann, in einem anderen Land aber ggf eine religiöse Bedeutung bekommt, weil sie ähnlich aussieht wie (fiktives Beispiel) eine Schlange, die womöglich Unglück bringt.
Viele Jahre war es in Germany so was wie ein ungeschriebenes Gesetz, das ein Webseitenmenü entweder oben oder links zu sein hat. Wer da aus der der Spur lief, wurde mit Mißachtung gestraft. Heute darf man etwas mehr und auch etwas mutiger sein. Das muß aber nicht für alle Länder gelten.
Ich wäre also ohne einen Insider aus dieser Region weder in der Lage, noch bereit, eine Webseite nach meinen Vorstellungen für einen anderen Teil der Welt zu gestalten und schon garnicht für jemanden, den ich womöglich in mein Herz geschlossen habe, auf Grund von Entfernung aber im Zweifel nicht mal verteidigen könnte. Wenn ich hier was verbocke, gibt es ne Abmahnung, man steht dafür ein, bezahlt ggf, dann ist das erledigt. Das muß woanders nicht genauso laufen. Wenn ich für das Dampfen einer E-Zigarrette u.U. mehrere Jahre in den Knast muß, was passiert dann erst bei richtigen Fehlern?. Mit Unwissenheit kann ich mich da nicht herrausreden und womöglich bezahlt mein Partner vor Ort dann für meine Unkenntnis.
Idealerweise habe ich dann wen, der in diesem Land lebt, der dort auch durch die vor Ort üblichen Webseiten und Designs surft und mir ein Muster vorgibt, der mir die Texte liefert usw. Natürlich kann ich auch eine Seite nach europäischem Muster anbieten, ob das vor Ort aber angenommen wird, weiß man nicht. Hier wie woanders gilt immernoch der Grundsatz: man hat pro Domain immer nur einen Versuch. Geht der schief, gibt es kaum eine Chance, das wieder zu reparieren. Man sieht das hier recht häufig, wenn Leute mit einer einzelnen Unterseite beginnen und auf dem Rest Baustellenschilder setzen, kommen sie bald wieder...
Es kommt keiner wieder, entweder ein Projekt schlägt ein oder es dümpelt auf ewig dahin.

zur Domain... sicher nicht mein Fachgebiet und nachfolgende Infos hättest du über Google auch bekommen.
Für eine echte th-Domain muß (so die Info) der AdminC (Webseitenverwalter) aus Thailand kommen. Diverse Anbieter verlangen auch, das der Webseiteninhaber/Domainbesitzer Wohn- oder Geschäftssitz in Thailand hat und für gewerbliche Seiten sind Auszüge aus dem Handelsregister nötig. Ob das jetzt nur bei den jeweiligen Anbietern der Fall war oder allgemeines thailändisches Recht ist, kann ich dir nicht sagen. Hier muß man sich tatsächlich vor Ort informieren. Es gäbe wohl auch hier die Möglichkeit, über Treuhänder etc eine solche Domain zu erwerben, verständlicherweise ist da aber der Verwaltungsaufwand bedeutend höher und dem entsprechend sind auch die Preise.
Was dir auf jeden Fall bleibt, wäre die Möglichkeit, mit internationalen Domains zu arbeiten. Ob die dann angenommen werden, ist eine andere Sache. Ich hatte in den frühen 90er Jahre die (gefühlt) erste Domain mit .com-Endung hier im Landkreis, ggf auch im Bundesland, die Leute haben aber nur draufgeklickt, weil ich auf meinem Auto einen großen, gut sichtbaren, nachts reflektierenden Link hatte, auf den mich diverse Leute auch angesprochen haben. Eine com-Domain zu dieser Zeit - das könne ja nur was amerikanisches sein. Als "Deutscher" hat man eine de-Domain. Gleiches kann dir in Thailand auch blühen, wenn du dort mit anderen als den vor Ort üblichen Domainendungen ankommst. Behalte dabei immer im Hinterkopf, das du jetzt kein internationales Konsortium vertrittst, sondern die einheimische Bevölkerung über deine Freundin erreichen möchtest.
Ich hatte mal ein ähnliches Projekt mit Kleidung in Dubai mit top Voraussetzungen, einem guten Jahr Vorlaufzeit. Ich spreche nur drei Sprachen, kann aber einige mehr lesen und verstehen, aber arabisch, chinesisch und japanisch gehören nicht dazu. Der Aufwand, für einen Außenseiter wie mich, da etwas zu recherchieren, ist immens und es gibt viele kleine Fettnäpfchen. Am Ende hat es ein Kollege vor Ort übernommen und zumindest mit "meinem" Template noch ein paar Jahre gearbeitet.
Was du von hier machen kannst, wäre genau das: ein Grundgerüst nach Vorgaben deiner Freundin oder deren Vertrauten bauen, bist du vertraut mit Sprache und Anforderungen, bliebe noch etwas Pflege, mal neue Artikel einstellen usw. Wie weit man da mit einem Shopsystem europäischer Prägung kommt, ist noch eine andere Sache. Gesetze sind ganz wichtig, Mehrwertsteuer-ähnliche Abgaben, Impressum usw, sonst wird es schnell gefährlich.
Wer nicht will, findet Gründe, wer will, findet Wege.

Offline imebro

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Re: Welches Template für Verkaufs-Website in Thailand?
« Reply #2 on: October 19, 2017, 04:48:57 PM »
OK und danke für die ausführliche Erklärung...

Werde ihr das dann zunächst mal so weitergeben (vor allem wegen der Rechte etc.).

LG
imebro

 

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